Es langt
Im Juli war's, am achten Tage
der Husten plagt, das ich mich frage,
ob all das Blut im Taschentuch
denn richtig sei - im Lebensbuch.

Drum fuhr ich schnell in ein Spital
um zu beenden diese Qual
ich schilderte dem Doc die Schmerzen
die brannten in der Brust, dem Herzen.

Im EKG man gar nichts fand
ein Röntgenbild war schnell zur Hand
der Schatten, der sich dort dann zeigte
in Ästen in den Bronchien zweigte.

Man schob mich in Computers Röhrchen
nahm Blut vom Arm und aus dem Öhrchen
lies pusten mich in einer Zelle
nahm wieder Blut aus Armesquelle.

Dann kam ein Röhrchen in die Lunge
verschwand im Hals - hinter der Zunge
man fand etwas, daß es mich fror
ein großer Bronchialtumor.

Die Proben, die man griff und pickte
in drei Labors zu Spezies schickte
ergaben, daß es war ein Krebs
der in der Lunge lebt - so geht's.

Die Ärzte, sie sind alte Hasen
sie suchten noch nach Metastasen
in einer zweiten Spiegelei
ich hab's verpennt - ohwei ohwei.

Und weil es ihnen Spaß gemacht
die Zeit, die sie in mir verbracht,
da schoben sie gleich noch ein Röhrchen
hinein zum Hals....nicht durch das Öhrchen.

Wie sieht es aus in Speisesröhre?
wächst tief im Magen noch ne Möhre?
Ich will nicht mehr - Verdammt mir langt's
Ich habe doch ein wenig Angst!

Drum komm ich dann in sieben Wochen
beim Neurologen angekrochen
der untersucht die Nervenstränge
damit ich nicht vor Schmerzen sänge.

Tja, leider ist es so gelaufen
Gesundheit liegt auf einem Haufen
doch werd ich kämpfen, wie ein Stier
damit noch lang ich bleibe hier!